Fahrzeugtechnik und Innovationen
Innovative Technologien finden Eingang in die Bahntechnik
Die elektrotechnische Ausrüstung von Triebfahrzeugen steht in enger Wechselbeziehung zu den elektrischen Bahnenergieversorgungsanlagen. Beschleunigungsvermögen, Höchstgeschwindigkeit und Leistungsbedarf für Hilfsbetriebe sowie die Klimatisierung haben beispielsweise direkten Einfluss auf die Leistungsanforderung von Fahrzeugen. Dem gegenüber steht die Leistungsfähigkeit des Netzes und die momentane Spannung am Stromabnehmer.
Eine spannungsabhängige Strombegrenzung hat direkten Einfluss auf das Fahrprofil. Eine genaue Kenntnis der Zusammenhänge ist für eine optimale Gestaltung des Gesamtsystems zwingend erforderlich. Bei Wechselstrombahnen kann durch die Steuerung des Leistungsfaktors die Fahrleitungsspannung beeinflusst und verbessert werden. Das Rückspeisen von Bremsenergie erfordert eine Koordination von Schutzfunktionen zwischen Fahrzeug und Bahnenergieversorgungsanlage.
KEMA TNS bezieht bei Systembetrachtungen jeweils das Komplementärsystem ein. Energetische Analysen betrachten das gesamte Traktionssystem – mobil und stationär. Untersuchungen von Antriebskomponenten und deren Rückwirkung auf die Bahnenergieversorgungsanlage sind Gegenstand zahlreicher KEMA-Studien.
Die Bahntechnikentwicklung steht nicht still. Neue, innovative Technologien finden Eingang in die Bahntechnik. KEMA-Mitarbeiter wirken maßgeblich an Forschungsvorhaben mit, wie zum Beispiel der Entwicklung von Magnetbahnsystemen, der Nutzung von Energiespeichersystemen in der Bahntechnik oder auch der verbreiteten Einführung des Elektroantriebs im nicht spurgeführten Transportwesen.