Rauchgasseitige Korrosionsüberwachung

Bei der Korrosionsüberwachung handelt es sich um eine hinlänglich bewährte Technik, die auf vielerlei Weise zum Einsatz kommt. Für jeden Aspekt der Korrosion gibt es eine eigene, spezifische Überwachungstechnik

KEMA bringt verschiedene Korrosionsüberwachungstechniken für Industriekessel zum Einsatz, darunter gekühlte und nicht gekühlte Sonden, KEMCOPs und die elektrochemische Korrosionsüberwachung.

KEMCOP: einfache und effektive Überwachung von Korrosion und Fouling
Im Jahr 1997 begann KEMA mit der Entwicklung der KEMA-Korrosionssonde (KEMCOP), einer patentierten kleinen Korrosionssonde. KEMCOP überwindet alle Beschränkungen der traditionellen Korrosionsüberwachungstechniken. KEMCOP ist ein relativ kostengünstiges Korrosionsüberwachungssystem, das während des Betriebes an verschiedenen Punkten im Kessel eingesetzt werden kann unddie Korrosion überwacht. Das KEMCOP-Prinzip beruht auf der Integration einer kleinen Korrosionssonde in das Blech einer Membran-Rohrwand. Da die Sonde im Blech befestigt wird, ist die Kühlung gewährleistet. Die Möglichkeit zum Austausch der KEMCOP‘s bei voller Kesselleistung stellt einen weiteren Vorteil bei dieser Form der Korrosionsüberwachung dar.

KEMPhase-Analysen
KEMPhase ist ein Softwareprogramm, das im Hinblick auf die Interpretation der Ergebnisse aus der chemischen Mikroanalyse entwickelt wurde. Diese werden mit Hilfe eines Raster-Elektronenmikroskops (REM) gewonnen. KEMPhase benutzt dabei probenbezogene Verbindungen aus einer Vielfalt chemischer Zusammensetzungen, statt aus einer einzigen Zusammensetzung. So kann das REM-Bild beispielsweise breit in sehr allgemeinen ,Verbindungen’, wie Eisenoxide, Aluminosilikate, Sulfate und Phosphate, definiert werden. In Abhängigkeit von dem jeweiligen Sauerstoffgehalt können aber auch spezifischere Sulfatverbindungen im REM-Bild unterschieden werden. Mit Hilfe des KEMPhase-Viewers können die Ergebnisse der identifizierten Verbindungen betrachtet werden, indem diese mit dem Rückstreu-Elektronenbild und der ursprünglichen Wiedergabe der chemischen Elemente korreliert werden. KEMPhase kombiniert die SEM-Wiedergabe und die Reihe von Elementpositionen zu einer verständlichen visuellen Wiedergabe der relevanten Substanzen.

KEMCOM
Für detailliertere Korrosionsanalysen in der Praxis setzt KEMA einen Monitor für die elektrochemische Korrosion ein. Mit Hilfe dieses Geräts wird es möglich, die Korrosion in Echtzeit-Messung zu erfassen, wobei die Option geboten wird, die Ergebnisse an eine Kombination von Faktoren zu koppeln, die dabei eine Rolle spielen. Für die Sammlung von Korrosionsdaten wird eine Sonde für die elektrochemische Korrosion benutzt. Zur Gewährleistung einer konstanten Oberflächentemperatur der Elektroden wird Kühlluft verwendet. Im Allgemeinen kommen zwei Sondentypen zum Einsatz. Ein Typ wird im Verdampferwandgebiet mit Elektroden an der Oberfläche verwendet und flächenbündig mit der Verdampferwand eingebaut. Der zweite Typ, der im Kesselüberhitzer verwendet wird, hat ringförmige Elektroden und wird tief innerhalb des Kessels montiert. Durch die Verwendung einer Bezugsprobe derselben Leitfähigkeit wie der exponierte Ring kann der Materialverlust bis auf eine Genauigkeit von 4 Mikron bestimmt werden. Für feststellbare Ergebnisse ist von einer Mindestexpositionsperiode von drei Wochen auszugehen.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Kontakt

  • Europa

    T +49 228 44 690 00

    Kontakt

  • Niederlande, Naher Osten & Afrika

    T +31 26 356 3500

    Kontakt

  • Amerika

    T +1 781 273 5700

    Kontakt

  • Asien-Pazifik

    T +86 10 6568 8566

    Kontakt