Wasserseitige Korrosionsüberwachung
Die Einhaltung der Wasseraufbereitungsrichtlinien bietet noch keine Garantie dafür, dass keine Korrosion auftreten wird
Das Gefahr der Entstehung von Problemen wächst, wenn ein Kraftwerk außerhalb der vorgeschriebenen Parameter betrieben wird - was beispielsweise oft während des An- und Abfahrens der Fall ist. Darum ist es wichtig, dass alle Parameter so schnell wie möglich in die normale Betriebsbandbreite zurückgeführt werden. Aber auch bei kontinuierlicher Betriebsführung können Probleme auftreten. Als häufig vorkommende Ursachen seien hier genannt:
- Verunreinigungen des zurück kommenden Kondensats,
- schleichende Kondensator-Leckagen,
- schlecht funktionierende Entgaser,
- das Eindringen und die Zerseztung von organischen Substanzen.
Erosions-Korrosions-(EK)-Managementsystem
Die Erosion-Korrosion (EK) kann kostspieligen Reparaturen erforderlich machen und Schäden in Wasser-Dampf-Systemen verursachen. Der Ablauf der Erosionskorrosion ist international gut bekannt. Man weiß, welche chemischen und physikalischen Parameter eine wichtige Rolle spielen und welche Bereiche in den Sekundärkreisläufen eines Kernkraftwerks untersucht werden müssen. Zur Beherrschung von EK-Erscheinungen hat KEMA hat das Erosionskorrosionsmanagement-System (ECMS) entwickelt. Die wichtigsten Funktionen dieses Systems sind:
- Auswahl und Speicherung von Objekten,
- Netzwerk von Leitungen in jedem zu messenden charakteristischen Bereich,
- halbautomatische oder manuelle Eingabe von mit Hilfe von Ultraschall-Geräten gemessenen Dicken,
- Berechnung der mindestens benötigten Dicke,
- Höhe der Erosionskorrosion,
- Lebensdauer des Bereichs,
- Materialabhängig: Wasser,
- Chemische/physikalische Bedingungen,
- Betriebsführung.
Mikroorganismen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Oberflächen, die Oberflächenwasser (Kühlwasser) ausgesetzt sind. Diese Mikroorganismen können zu einer erheblichen Zunahme der Korrosionsgeschwindigkeit auf Metalloberflächen führen. Diese Form der Korrosion wird als ,mikrobiologisch induzierte Korrosion’ (MIK) bezeichnet. Für die Erfassung von problematischen Bakterien, die MIK auslösen können, setzt KEMA das System MICkit™ III ein, unterstützt von lichtmikroskopischen Techniken (DICOM), Rasterelektronenmikroskopie (REM) und Röntgen-Mikro-Analysen (RMA), wodurch die charakteristischen MIK-Merkmale erkannt werden können.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.