Prozesswasser
Die Prozesswasser-Chemie
Die Erfahrungen von KEMA sind mindestens ebenso breit gefächert wie die Probleme, die im Zusammenhang mit Prozesswassers in Kessel-, Turbinen- und Fernwärmeanlagen auftreten. Jedes einzelne dieser Probleme kann gravierende Konsequenzen für die Betriebsführung haben. Unsere Spezialkenntnisse erstrecken sich auf eine große Bandbreite an Produkten und Dienstleistungen zur Optimierung Ihrer Betriebsaktivitäten, sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Auf der Basis der Unabhängigkeit, Integrität und absoluten Fachkenntnis, für die KEMA weltweit bekannt ist, bieten wir Ihnen außerdem maßgeschneiderte, auf Ihre Anforderungen abgestimmte Lösungen.
Ein Großteil dieser Expertenkompetenzen wurde in einer Reihe von Richtlinien festgehalten, die KEMA herausgegeben hat. Diese Richtlinien sind nicht nur das Produkt unserer eigenen Forschungsbefunde, sondern auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit Chemikern, die bei Energieerzeugungsunternehmen tätig sind. Infolge dessen sind sie sowohl ausgesprochen praxisorientiert als auch umfassend. Unsere Berater und Spezialisten können Ihnen nicht nur Empfehlungen auf der Basis dieser Richtlinien bieten, sondern auch eine auf Ihren individuellen Bedarf maßgeschneiterte Beratung, wenn die Situation dies erforderlich macht. Die wichtigsten Richtlinien in dieser Reihe beziehen sich auf: Wasseraufbereitungstechnik zur Deionat-Herstellung, Nieder- und Hochdruckkessel, Konservierung, chemische Reinigung und Fernwärme.
Wasserchemie
In Abhängigkeit von der chemischen Zusammensetzung des Rohwassers werden eine oder mehrere Aufbereitungsverfahren zur Entfernung von festen, flüchtigen, gelösten und/oder kolloidalen Bestandteilen eingesetzt. Unsere Dienstleistungen im Bereich der Aufbereitungsverfahren für Deionat erstrecken sich auf die Beratung in Fragen der Anlagenauslegung und der Diagnostik.
Prozesswasseraufbereitung
Die Dampfreinheit (in chemischem Sinne) spielt eine wichtige Rolle für den schonenden Betrieb einer Dampfturbine. Unser Protokoll zur Bestimmung der Dampfreinheit ist darum ein unverzichtbares Hilfsmittel für jeden Dampfturbinen-Betreiber.
Gesamter organischer Kohlenstoff (total organic carbon TOC) im Prozesswasser
Die im Wasser-Dampf-System vorhandenen organischen Komponenten können zerfallen, wodurch organische Säuren gebildet werden, die ihrerseits wieder Korrosion auslösen. Zur Schadensprophylaxe spielt es daher eine entscheidende Rolle, den gesamten organischen Kohlenstoffgehalt im Prozesswasser innerhalb der von KEMA bestimmten Grenzwerte zu halten. Da die Betreiber Störungen vermeiden wollen, hat das Interesse an Messungen des TOC-Gehalts im Prozesswasser in den letzten Jahren enorm zugenommen. KEMA verfügt im eigenen Unternehmen über die Kompetenz zur Ermittlung der unter den gegebenen Randbedingungen geeignetsten Techniken zur TOC-Reduzierung.
Konservierungsmaßnahmen für ein Kraftwerk
Ohne adäquate Konservierungsmaßnahmen kann während einer befristeten Kraftwerksstilllegung Korrosion in gravierendemUmfang auftreten. Darum müssen bei jeder befristeten Außerbetriebnahme einer Anlage unbedingt die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden. KEMA bietet eine Beratung bezüglich der Korrosionsvorbeugung, und zwar sowohl für planmäßige als auch für außerplanmäßige Stillstände. In Abhängigkeit von der erwarteten Dauer des Stillstands und der Art des Kraftwerks kommen Methoden für nasse oder trockene Konservierung zum Einsatz. Im Falle einer planmäßigen Stilllegung für einen festgelegten Zeitraum erstellt KEMA ein Protokoll zur Minimierung der Korrosion in allen Bereichen Ihrer Anlage.
Chemische Reinigung
Die Kosten für eine chemische Reinigung machen sich sehr schnell in Form einer verbesserten Leistung bezahlt. Bei der Inbetriebnahme einer neuen Anlage ist es möglicherweise sinnvoll, die Anlage vor der Inbetriebnahme erst zu beizen. Wir verfügen über umfassende Erfahrungen im Bereich von Behandlungsmethoden für in und außer Betrieb befindliche Anlagen. KEMA hat bereits chemische Reinigungsverfahren von Kraftwerksbetreibern und Reinigungsunternehmen in der ganzen Welt beaufsichtigt.
Fernwärme
Fernwärmenetze sind überwiegend aus unlegiertem Stahl aufgebaut. Darum würden diese Systeme ohne eine Wasseraufbereitung schnell unter Korrosionsproblemen leiden. In einer allgemein anerkannten Richtlinie hat KEMA Art und Intervalle der auszuführenden Analysen in den Primär- und Sekundärsystemen nieder geschrieben.
Prozesswasser-Analyseeinrichtungen
Mit Hilfe eines modularen mobilen Testsystems können wir die Qualität Ihres Prozesswassers bestimmen und auf eventuelle Abweichungen in der Wasserzusammensetzung oder im Wasseraufbereitungsprozess kontrollieren. Außerdem verfügen wir über ein breites Spektrum an Membrantestsystemen auf der Basis der Ultrafiltration, Umkehrosmose und kontinuierlichen Elektro-Deionisation.
Zur Entsalzung des Wassers werden häufig Ionentauscher eingesetzt. Die gewählte Konfiguration ist von den chemischen Eigenschaften des Rohwassers und der erforderlichen Qualität des Endprodukts abhängig. KEMA hat einen kinetischen Test zur Messung der Wirkung des Ionentauscher-Harzes entwickelt und eingeführt.
Zur Analyse von Störungen infolge der wasserseitigen Korrosion verfügen wir in unserem Hause über Licht- und Rasterelektronenmikroskope für genaue Analysen. Moderne Visualisierungstechniken wie KEMPhase verschaffen ein deutliches Bild der Korrosionsmechanismen und -produkte.
Weiterbildung zu Prozess- und Kühlwasser
Alljährlich veranstaltet die KEMA Academy einen Lehrgang für Mitarbeiter, die in Kraftwerken oder anderen Industrieanlagen mit Problemen im Bereich der Wasserchemie konfrontiert werden.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.