Zustandsüberwachung von Gasrohrleitungen
Zustandsüberwachung mit intelligenten Molchen
Unterirdische Gasleitungen werden mit zwei Verfahren gegen Korrosion geschützt: erstens durch ihre Beschichtung, zweitens durch Kathodenschutz. Das Hochdruck-Transportnetz und ein Teil des Regionalnetzes von Gasunie werden mit Hilfe ,intelligenter Molche’ überwacht. Der Molch wird in die Rohrleitung eingesetzt und misst indirekt den Materialverlust des Stahlrohrs. Auf diese Weise werden Korrosion, Schäden und Herstellungsfehler im Stahl offengelegt. Die Rohrleitungen werden regelmäßig getestet; der Inspektionsturnus zwischen aufeinander folgenden Molchdurchgängen ist u. a. von der berechneten Korrosionsgeschwindigkeit abhängig.
Zustandsüberwachung mit oberirdischen Technologien
Ein Teil des Gastransportnetzes ist für intelligente Molche nicht zugänglich. Für solche Rohrleitungen hat KEMA eine wahrscheinlichkeitstheoretische Methodik entwickelt, die auf der externen Korrosionsdirektbeurteilung (,External Corrosion Direct Assessment’, ECDA), beruht. Bei diesem Prozess wird die Integrität einer Rohrleitung auf der Basis oberirdischer elektrischer Messungen beurteilt. KEMA arbeitet fortlaufend an weiteren Verbesserungen der existierenden Messverfahrenmethoden und des ECDA-Modells.