Diagnostik-Systeme
Technik zur Teilentladungsmessung
Mit Hilfe von TE-Messungen kann der dielektrische Zustand von elektrischen Anlagen wie Transformatoren, Kabeln, Hoch- und Mittelspannungsschaltanlagen ordnungsgemäß diagnostiziert werden. Anhand intelligenter Messmethoden kann die Art des Defekts beurteilt werden. Dabei können mit höherer Messempfindlichkeit entsprechende Schwachstellen früher erkannt und diagnostiziert werden. TE-Pegel, die einen bestimmten Schwellwert überschreiten, können als Warnung aufgefasst werden. Auf dieser Basis und im Vergleich mit früheren Messungen müssen der genaue Fehlerort und das Störungsrisiko beurteilt werden, um notwendige Folgemaßnahmen ableiten zu können.
UHF-TE-Messtechnik
Im Rahmen der herkömmlichen TE-Messungen kommen ein Koppelkondensator und ein Messtransformator zum Einsatz, wodurch sich diese Technik arbeits- und kostenaufwendig gestaltet. Darüber hinaus muss die Anlage außer Betrieb genommen werden, während die Ansprechempfindlichkeit eines TE-Detektors von „Umgebungsgeräuschen“ (Grundstörpegel) beschränkt wird. In diesem Kontext hat KEMA eine neue Methodik entwickelt, die eine höhere Empfindlichkeit und eine Online-Nutzung ermöglicht. Diese Methode basiert auf der Anwendung von UHF-Antennen, die als Sensoren für die von den Teilentladungen eingehenden Signale dienen. Diese Sensoren können vom Hersteller innerhalb der Anlage montiert werden, oder es werden speziell zu diesem Zweck produzierte Antennen außerhalb der bestehenden Anlagen befestigt. Bei Befestigung innerhalb der Anlage kann die Anlage selbst in Betrieb bleiben. KEMA bietet UHF-Empfänger und Sender, mit denen gefährdete Ausrüstungsteile längerfristig überwacht werden können. Sowohl die Systeme für die Messung als auch für die Verarbeitung der Daten werden in einem einzigen, diagnostischen Instrument zusammengeführt.
Dynamische Kontaktwiderstandsmessungen für Regelschalter
Ungefähr die Hälfte der Defekte in Transformatoren wird vom Stufenschalter verursacht. Die allerhäufigste Ursache von Störungen in Stufenschaltern bildet die Kontakterosion. Die von KEMA durchgeführten dynamischen Kontaktwiderstandsmessungen bieten schnelle und genaue Informationen über den Zustand der Kontakte. Eine Beeinflussung der Messergebnisse durch die hohe Selbstinduktion und den relativ hohen Widerstand der Wicklungen wird dabei vermieden. Außerdem bietet die Diagnostik Informationen über mögliche Defekte im Fein-/Grobschalter und im Lastumschalter. Anhand der Schaltdauer lassen sich eventuelle mechanische Defekte ableiten. Die Ergebnisse werden als Momentaufnahmen gespeichert, die in einem späteren Stadium dann für Tendenzanalysen verwendet werden können.
Leistung des Antriebsmotors
Nicht nur anhand der Schaltzeiten, sondern auch durch die Messung der Antriebsmotorleistung können mechanische Störungen im Regelschalter noch genauer gemessen werden. Dank unserer Kenntnisse und Erfahrungen können wir die verschiedenen Stadien der Schaltaktion erkennen. Während die Abnutzung mit ihrem Trend auch durch den Vergleich von zwei oder mehr Momentaufnahmen quantitativ bestimmt werden kann.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.