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Produkte und Prozesse













"Made in China"



Nach Schätzungen führender Elektronikhersteller kommen in ihrer Branche mehr als 50 Prozent aller Produkte schon in 15 Jahren aus China. Aber auch heute schon spielt der Ferne Osten im Welthandel eine nicht zu unterschätzende Machtrolle. Als Markt, aber insbesondere auch als Hersteller. Die dadurch entstehenden Chancen bringen auch Herausforderungen mit sich, die kurzfristig bewältigt werden müssen.

Wachstum, Aufschwung und harte Konkurrenz sorgen für große Turbulenz in der chinesischen Produktionswirtschaft. Es ist denn auch kein Wunder, dass die Qualität der hergestellten Produkte durch diese turbulenten Bedingungen manchmal unter Druck steht. So gibt es zwar erstklassige chinesische Produkte, aber leider sind auch eine Reihe von Produkten sehr minderwertiger Qualität auf dem Markt. Die Herstellung liegt in Händen von Unternehmern und Arbeitern, die ? relativ betrachtet ? erst vor kurzem ihre ersten Schritte auf dem freien Markt unternommen haben. Was Ausbildung und Erfahrung betrifft, hinken sie international gesehen noch nach. Dabei geht es nicht so sehr um das Niveau, sondern vielmehr um die Quantität. In China gibt es zwar ausgezeichnete Managementausbildungen und technische Schulen, aber es ist einfach nicht ausreichend Kapazität vorhanden, um den gewaltigen Bedarf an neuen Führungskräften zu decken. Natürlich wird hart an der Lösung dieses Problems gearbeitet. Aber bis dann sind das Herstellen und Kaufen in China eine Frage des ausgewogenen Qualitätsmanagements und der Produktionssteuerung.

Das bedeutet, dass Sie wirklich wissen müssen, was Sache ist. Sie brauchen Kenntnisse über die lokalen Bedingungen und Produktionsfaktoren, die Sie vorzugsweise mittels Laboren oder anderen Einrichtungen vor Ort und Prüftechnikern erlangen. In diesem Punkt kann ein unabhängiger, sachkundiger Vermittler wertvolle Unterstützung leisten. Darin liegt nach Meinung von KEMA eine klare Rolle für den Zertifizierer: ?Ein Zertifizierer kann geografische Abstände und kulturelle Kluften überbrücken.? Darum tätigt KEMA auch ? zusammen mit ihren Partnern ? erhebliche Investitionen in ihre Hauptgeschäftsstellen und Niederlassungen im Fernen Osten. 

Was KEMA heute immer öfter für Kunden aus dem Westen ausführt, sind Lieferantenaudits oder auch DuPro Inspections, Inspektionen während der Produktion. Dabei sehen wir uns einfach in der Fabrik um, während die Produktion im Gang ist, und nehmen dann einige willkürliche Produkte aus dem Produktionsprozess und dem Lager, um sie zu beurteilen. Damit verschaffen wir den Kunden in Europa die Sicherheit, dass das von ihnen Bestellte auch tatsächlich hergestellt wird. Zugleich ist für den chinesischen Hersteller gewährleistet, dass seine Kunden mit dem Hergestellten zufrieden sein werden. Denn für beide Parteien wäre es ja eine Katastrophe, wenn eine Sendung aus Qualitätsgründen abgelehnt und wieder zurückgeschickt würde. 

KEMA: ?In diesem Kontext gehen wir von den internationalen Normen aus, lassen jedoch auch die kundenspezifischen Kriterien in unsere Beurteilung miteinfließen.?

Falls unwahrscheinlicherweise doch noch Probleme an den europäischen Außengrenzen entstehen, reicht die Tatsache, dass die Sendung von KEMA beurteilt wurde, oft aus, um den Container passieren zu lassen. 

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