KEMA übernimmt Kurzschlusslabor in Tschechien

Position in Europa weiter verstärkt

Arnhem, die Niederlande, den 18. Dezember – Energieberatungs- sowie Prüf- und Zertifizierungsunternehmen KEMA übernimmt das tschechische Zkusebnictvi (Zku) von OEZ, einem Tochterunternehmen des deutschen Siemens-Konzerns. Das in Prag ansässige Unternehmen hat sich auf Kurzschlussprüfungen von Stromübertragungs- und Verteilungskomponenten auf Mittelspannungsniveau spezialisiert. Mit seinem Kurzschlusslabor bedient Zku Kunden aus Europa, aber auch aus Wachstumsländern wie der Türkei, Russland, Südafrika und Brasilien. Mit dieser Übernahme verstärkt KEMA seine weltweit führende Marktstellung in Kurzschlussprüfungen, während gleichzeitig ein direkter Zugang zum mittel- und osteuropäischen Markt erschlossen wird. 

Übernahme im Einklang mit der Strategie
Weltweit nimmt die Nachfrage an Prüfungsdienstleistungen auf Mittel-und (Ultra‑)Hochspannungsniveau zu. Dies hängt mit der gesteigerten Aufmerksamkeit für die Zuverlässigkeit der Energieversorgung zusammen. Mit einem Hochspannungslabor in Arnheim und Kurzschlusslabors in (ebenfalls) Arnheim, aber auch in Chalfont in den USA, besitzt KEMA auf diesem Markt eine führende Position. Die Übernahme von Zku fügt sich harmonisch in die KEMA-Strategie ein, die auf ein gezieltes Wachstum in den Kernaktivitäten des Unternehmens in der Energie-Wertschöpfungskette ausgerichtet ist. In letzter Zeit hat KEMA erhebliche Investitionen in die Erweiterung seiner Labors getätigt. Beispielsweise wurde früher in diesem Jahr in Arnheim das weltweit größte kommerziell operierende Hochspannungslabor in Betrieb genommen. Darüber hinaus hat KEMA das Spannungsniveau seines Kurzschlusslabors in den Niederlanden, ebenfalls die größte Einrichtung dieser Art in der ganzen Welt, auf 1.100 Kilovolt (1,1 Mio. Volt) erhöht. Mit dieser Maßnahme will das Unternehmen auf die sich unter anderem in China abzeichnende Tendenz zur häufigeren Realisierung von Ultrahochspannungsleitungen reagieren. Bei Zku arbeiten 31 Mitarbeiter.

Stellungnahme von Pier Nabuurs, KEMA-Vorstandsvorsitzender:
„Wir freuen uns ganz besonders, Zku innerhalb von KEMA begrüßen zu dürfen. Obwohl es sich um ein relativ kleines Unternehmen handelt, bietet diese Übernahme uns interessante, strategische Möglichkeiten. Nicht nur geografisch, sondern auch produkttechnisch. Diese Erweiterung versetzt unser Kurzschlusslabor in Arnheim dazu in die Lage, sich verstärkt auf die Aktivitäten auf einem höheren Spannungsniveau zu konzentrieren. Darüber hinaus wird dieser neue Standort unsere Aktivitäten im Bereich der Energieberatung in der Region weiter verstärken.” 

Informationen zu KEMA
KEMA (www.kema.com), gegründet im Jahr 1927, ist ein selbstständiges Kenntnisunternehmen, das in der ganzen Welt in der Energie-Wertschöpfungskette aktiv ist und sich auf die Erbringung von hochwertigen Dienstleistungen in den Bereichen der betriebswirtschaftlichen und technischen Beratung, operationellen Unterstützung, Messungen und Inspektionen sowie Prüfung und Zertifizierung spezialisiert hat. Als unabhängige Organisation berät und unterstützt KEMA sowohl behördliche Organisationen als auch Hersteller, Lieferanten und Endanwender von Energie sowie Hersteller von Stromübertragungs- und Verteilungsanlagen. Bei KEMA, mit seinen Niederlassungen und Vertretungen in mehr als 20 Ländern in der ganzen Welt, arbeiten über 1.500 Fachleute.