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Hoch- und Mittelspannung

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Neue Erfindung überwacht Kabel permanent



Zwei Doktoranden haben in Zusammenarbeit mit KEMA, Continuon und Eneco Netbeheer ein Gerät entwickelt, das permanent Schwachstellen in Verteilerkabeln lokalisiert. Netzverwalter können dank dieses Geräts rechtzeitig eingreifen und Kurzschlüsse vermeiden. 
Hierdurch wird die Zuverlässigkeit des Netzwerkes zu niedrigeren Kosten gesteigert.

Netzverwalter versuchen Schwachstellen in Verteilerkabeln zu ersetzen, bevor ein Kurzschluss auftritt. Das wird im Augenblick noch erreicht, indem man die Hauptkabel außer Betrieb setzt und danach die Spannung misst. Das ist eine zeitraubende und kostspielige Arbeit. Außerdem bleiben bei diesem Verfahren viele Defekte unentdeckt. Dank der Forschung von Jeroen Veen und Peter van der Wielen können Netzverwalter in Zukunft die Qualität ihrer Kabel überwachen, während diese in Betrieb sind, und das zu niedrigeren Kosten. Ihr Forschungsprojekt hat einen funktionstüchtigen Prototyp ergeben, der mittlerweile von einem Fabrikanten in Produktion genommen wurde.

Kurzschluß
Die Isolation von Elektrizitätskabeln nutzt sich durch Veralterung ab und durch Verschleißerscheinungen kann ein Kurzschluss auftreten. An der Stelle, an der die Isolation Mängel aufweist, entstehen elektrische Hochfrequenzentladungen. Diese Entladungen generieren Stromimpulse, die zu den Kabelenden gelangen. 
Das neue Messsystem besteht aus zwei Spezialsensoren, die diese Stromimpulse an beiden Seiten messen. Die Messergebnisse werden an einen Zentralserver weitergeleitet, der schließlich berechnet wo sich eventuelle Probleme befinden.

Ankunftszeit
Um den exakten Ort feststellen zu können, wird der Unterschied in der Ankunftszeit zwischen den beiden Stromimpulsen gemessen.   Die beiden Forscher aus Eindhoven entwickelten eine Methode, mit der die zwei Messsignale synchronisiert werden, um so den Zeitunterschied bestimmen zu können. Das ist das erste System, das eine Messung während des Kabelbetriebs ermöglicht. Die ersten Messungen sind vielversprechend: Die Elektrotechniker konnten die Schwachstelle in einem Kabel von 300 m auf einen halben Meter genau lokalisieren. Nach Erwartung können Kabel bis zu 4 km gemessen werden.




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