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Objektive KEMA-Studie in der öffentlichen Diskussion




Vorwurf gravierender Mängel in der KEMA-Studie zur 380-kV-Leitung haltlos

Der von APG in einer vom 1. Februar 2008 datierten Stellungnahme erhobene Vorwurf „gravierender Mängel“ in der KEMA-Studie ist haltlos und wird von KEMA zurückgewiesen. Er ist insofern auch nicht nachvollziehbar, da das für die Berechnung verwendete Modell auf Grundlage vollständig von APG bereitgestellter Daten entwickelt wurde.
 
KEMA als unabhängiges Beratungsunternehmen hatte von der Salzburger Landesregierung den Auftrag erhalten, die technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten einer Teil- oder Gesamtverkabelung eines etwa 120 km langen Leitungsabschnittes des österreichischen Übertragungsnetzes zwischen St. Peter – Salzach  neu – Tauern zu untersuchen. Dieser Leitungsabschnitt ist für die zukünftige Netzsicherheit Österreichs von zentraler Bedeutung und muss ebenso Anforderungen der nationalen und internationalen Netzpartner der APG berücksichtigen.
 
Herr Diplomingenieur Jörg Zillmer, der Leiter der KEMA-Studie, stellt klar: „Die in der Studie untersuchten Varianten erfüllen die auch für das österreichische Höchstspannungsnetz gültigen UCTE-Planungsgrundsätze. Damit wird den Forderungen nach einer hohen Versorgungszuverlässigkeit entsprochen.“

Die KEMA-Studie enthält mehrere Varianten für den Lösungsansatz. Eine Variante entspricht einer auf Grundlage der Berechnungsergebnisse verringerten Stromtragfähigkeit und ist entsprechend kostengünstiger. Die andere Variante entspricht in vollem Umfang der von APG geforderten Stromtragfähigkeit in Höhe von 3.477 Ampere, ist jedoch entsprechend kostenintensiver. Beide Varianten wurden in der Studie ausführlich untersucht.
 
Die Nichtverfügbarkeit bei stochastischen Ausfällen von Kabeln ist deutlich höher als bei Freileitungen. Allerdings zeigt die KEMA-Studie, dass bei gleichzeitiger Berücksichtigung von stochastischen und deterministischen Ausfällen Freileitung und Kabel sich etwa gleich verhalten.  Die in der KEMA-Studie untersuchten Varianten auf Basis von zwei Drehstromsystemen stellen  keine Beeinträchtigung der Versorgungszuverlässigkeit des österreichischen Netzes dar. In dem von E-Control beauftragten Gutachten zur Salzburgleitung werden Kabelvarianten auf Basis von bis zu vier Drehstromsystemen dargestellt. Diese Varianten haben eine höhere Versorgungszuverlässigkeit als die einer Freileitungslösung, sind aber auch teurer, als die in der KEMA-Studie vorgestellten Varianten. Die Forderung von APG nach höherer Versorgungszuverlässigkeit kann erfüllt werden, indem die Anzahl der Kabelsysteme erhöht wird. Die Versorgungszuverlässigkeit

 ist damit kein Grund für die Ablehnung der  Kabeltechnologie. Jede Steigerung der Versorgungszuverlässigkeit verteuert jedoch die entsprechenden Lösungen. Die in der Studie dargestellten Ergebnisse zeigen deutlich die Konsequenzen, die mit einer Teilverkabelung unter Berücksichtigung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Übertragungsaufgabe  technisch verbunden sind. Eine Vollverkabelung des gesamten Leitungsabschnittes schließt die KEMA-Studie ausdrücklich aus.
 
Das im Auftrag von E-Control erstellte Gutachten zur Salzburgleitung kommt hinsichtlich der technischen Machbarkeit einer Kabellösung zu keinen grundsätzlich anderen Aussagen als die KEMA-Studie. Ein signifikanter Unterschied zwischen beiden Untersuchungen besteht allerdings darin, dass die Ergebnisse der KEMA-Studie auf Grundlage von speziell für das österreichische Höchstspannungsnetz entwickelten Modellen berechnet worden sind.
 
Basierend auf dem öffentlichen Charakter der Studie und im Sinne einer Problemlösung für alle Beteiligten, bietet KEMA Unterstützung bei der Auswertung der Ergebnisse der Studie an. Diese Diskussion soll dabei nicht über Medien, sondern im direkten Kontakt der Interessengruppen zueinander stattfinden.
[download] Reaktion Pressemitteilung APG (.pdf 56 kb)

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