Die Netzbetreiber müssen aufzeigen können, in welcher Weise ihre Investitionen einen Beitrag zur Zuverlässigkeit der Energieversorgung leisten. KEMA hat jetzt die Entwicklung einer Methodik abgeschlossen, die die Risiken verschiedener Szenarien gegeneinander abwägt. Dadurch wird deutlich, welches Konzept die größte Effizienz bietet. Das heutige Verfahren des Netzentwurfs, bei dem eine Komponente ausfallen darf, ohne die Stromversorgung in Gefahr zu bringen, entspricht nicht mehr den Ansprüchen der verändernden Situation. Durch die Liberalisierung der Energiewirtschaft sowie den Vormarsch der dezentralen Energieerzeugungsanlagen kommen immer mehr fluktuierende Faktoren auf das Spielfeld. Und weil so viele Faktoren einen Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Stromversorgung haben, ist es unsicher, ob die denkbar schlechtesten Szenarien auch tatsächlich die 'schwärzesten' Szenarien sind oder ob nicht unerwartete, aber tief greifende Ereignisse übersehen werden. Beherrschbare Risiken
Will ein Netzbetreiber seine Aufgabe ordentlich erfüllen, kann ihm ein Wahrscheinlichkeitsansatz große Vorteile bieten. Ein solcher Ansatz macht alle Risiken vorher sichtbar, und damit beherrschbar. Eine solche Wahrscheinlichkeitsberechnung kann auch erheblich zur Kosteneinsparung beitragen, weil Investitionen aufgeschoben werden können. Nach jahrelanger Forschungsarbeit kann KEMA jetzt eine Methode bieten, mit der die Netzbetreiber sofort an die Arbeit gehen können. Alle erdenklichen Variablen können in das Rechenmodell eingegeben werden, um daraus Szenarien zu konstruieren. Die Kosten dieser Szenarien können berechnet und die damit gefundene effizienteste Lösung ausgewählt werden. Der Nachweis für die praktische Eignung der Methode soll mit Hilfe verschiedener Pilotprojekte erbracht werden.
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