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Verwaltung der Energieabnehmer besser im Griff






Seit der Liberalisierung haben der Verwaltungsaufwand und damit auch die Verwaltungskosten für die Energieunternehmen stark zugenommen. KEMA entwickelt eine Methodik, mit der Fehler in EDV-Beständen schnell lokalisiert werden können und sich eine zukünftige Bestandsverschmutzung vermeiden lässt. 

Die Freiheit für private und gewerbliche Verbraucher, selbst ihren Energielieferanten zu wählen, bringt für die Lieferanten einen erheblichen bürokratischen Aufwand mit sich. Beim Wechsel zu einem anderen Stromlieferanten oder bei einem Umzug müssen zahllose Daten zwischen den beteiligten Netzbetreibern, Lieferanten und Messbetrieben ausgetauscht werden. Dabei besteht die Gefahr, dass sich ungemerkt Fehler einschleichen. Und ein Fehler in einer Datei kann sich fast wie ein Virus im Rest der Kette fortpflanzen. 

Eindämmen der Bestandsverschmutzung 
Die Energieunternehmen arbeiten intensiv daran, die Verwaltungsrückstände aufzuholen und die Bestandsverschmutzung in Angriff zu nehmen. Um sie bei einer systematischen Vorgehensweise zu unterstützen, entwickelt KEMA eine Methode, die die gesamte Kette der Datenbestände integral begutachtet. Dieser so genannte ,Revenu Recovery & Assurance Process’ dient einerseits dem Zweck, die Entgelte für noch nicht in Rechnung gestellte Energie nachträglich eintreiben zu können. Der zweite Schritt besteht darin, zu vermeiden, dass die Verschmutzung sich in Zukunft wiederholt. 

Ständigen Überwachung
Der Ansatz basiert auf dem Vergleich sämtlicher Datenbestände mit Quelldaten in der gesamten Kette. Diese Bestände werden miteinander verglichen und die Abweichungen herausgezogen. Anschließend wird untersucht, ob sich in den fehlerhaften Datensätzen eine Struktur abzeichnet, z.B. eine bestimmte Region oder ein bestimmter Lieferant. Aufbauend darauf können gezielte Aktionen ergriffen werden. Die Inangriffnahme von KEMA führt zu einer ständigen Überwachung der gesamten Kette und einer Rückkopplung von Unregelmäßigkeiten.  

 

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