Die adäquate Betriebsführung von Versorgungsnetzen ist in hohem Maße von Entwurf und Umsetzung der Prozesse abhängig, d.h. von der Weise, in der die Betreiber die verfügbaren Daten sammeln, verarbeiten und interpretieren. Ihre Entscheidungen und Handlungen können zum Ausfall der Versorgung und damit zu zunehmenden sozialen Kosten führen. Außerdem müssen sie die in allen Systemen auftretenden Informationslücken bewältigen. Die Prozesse beim Stromnetzmanagement bestehen aus: - Planung unter unsicheren Bedingungen
Welche Handlungen und Entscheidungen können vorbereitet werden, wenn die verfügbaren Daten unvollständig sind?
Welche Techniken müssen zur angemessenen Beurteilung des Zustands des Stromnetzes verfügbar sein? - Betrieb, Regelung und Optimierung unter normalen Bedingungen
Wie können die Übertragung und Erzeugung gegen ein Minimum an sozialen Kosten maximiert werden? - Alarmstufenmanagement
Welcher Teil des Stromnetzes ist am anfälligsten?
Wie kann diese Anfälligkeit verringert werden?
Welche Folgen (Umfang, Dauer und Störungswirkung) ziehen Stromausfälle nach sich? - Ausfallkontrolle
Wie können totale Stromausfälle verhindert werden?
Wie kann der Schneeballeffekt bei einer Störung ausgeschaltet werden? - Versorgungswiederaufnahme
Auf welche Weise wird die Lieferung an die Kunden am besten wieder aufgenommen?
Welche spannungsführenden Leitungen müssen verwendet werden?
KEMA verfügt über umfassende Kenntnisse in allen Bereichen des Stromnetzmanagements: - Systeme (SCADA, Energiemanagementsysteme, Verteilungsmanagementsysteme)
- Gestaltung und Implementierung von Prozessen (Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Techniken, Informationen)
- Schulung (innerbetriebliche Schulungen, Entwicklung von Szenarien)
Bei der Gestaltung und Implementierung eines Steuerungssystems ist u. a. auf folgendes zu achten: - Interaktion mit lokalen Steuerungen (Schaltanlagen)
- Kommunikation mit anderen Steuerzentralen
- Beurteilung der Störungswirkung
- Systemwiederherstellung (sowohl nach lokalen Störungen als nach Teil- und Totalausfällen)
Darüber hinaus sind die Interaktion und Kommunikation mit verschiedenen Instanzen, wie z. B. Behörden, Notfalldiensten, Erzeugern, Lieferanten, Verbrauchern und Bahnunternehmen zu berücksichtigen. Gern setzen wir uns mit Ihnen persönlich in Kontakt.
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